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Peer Robert Vilis

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Voices4Hope: Peer Robert Vilis – Ein Experte, der aus eigener Erfahrung spricht

In einer Gesellschaft, die oft wegsieht, wenn es um die Ärmsten ihrer Mitglieder geht, bietet Peer Robert Vilis eine unschätzbare Perspektive. Als Erfahrungsexperte, der selbst die Härte der Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit erlebt hat und seit acht Jahren nüchtern ist, teilt er seine tiefgreifenden Einsichten. Seit fast vier Jahren engagiert er sich in diesem Bereich und bringt sein einzigartiges Wissen direkt zu den Menschen, die es am dringendsten brauchen.

Die harte Realität: Obdachlosigkeit, Sucht und der Weg zurück

Robert Vilis weiß aus erster Hand, was es bedeutet, auf der Straße zu leben. Die ständige Unsicherheit, nicht zu wissen, wo man schläft oder was man isst, führt zu einem permanenten Zustand der Anspannung. „Du schläfst immer nur mit einer Uhr, weißt du? Das heißt, du bist immer halb munter, weil du ja der Umfeld registrieren musst“, beschreibt er die Angst. Viele Betroffene greifen zu Alkohol und Drogen, um die unerträgliche Realität zu betäuben – ein Teufelskreis, aus dem ohne Hilfe kaum ein Entkommen möglich ist, da Therapien oft nicht finanziert werden.

Selbst nach der Wohnversorgung bleibt die Nüchternheit eine immense Herausforderung. Robert betont, dass der Weg zur Erkenntnis und zur Veränderung oft erst nach dem Verlust des letzten Haltes beginnt, wie es bei ihm der Verlust der Wohnung war. Seine Geschichte ist ein starkes Zeugnis dafür, wie schwierig es ist, diesen Kreislauf zu durchbrechen, und wie wichtig gezielte Unterstützung ist.

Warum aufsuchende Medizin unerlässlich ist: MED4HOPE im Einsatz

Trotz zahlreicher Einrichtungen in Städten wie Wien bleibt die aufsuchende Medizin absolut notwendig. Robert erklärt, warum viele Menschen, die von Obdachlosigkeit oder Sucht betroffen sind, bestehende Hilfsangebote nicht nutzen können oder wollen:

  • Scham und Scheu: Viele schämen sich für ihren Zustand oder haben schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht.
  • Fehlende Mobilität: Der Weg zu einer Einrichtung kann zu weit oder zu anstrengend sein.
  • Angst vor Kosten: Die Sorge vor Rechnungen, die sie nicht bezahlen können, da viele nicht versichert sind.
  • Gefühl der Scham: Ein oft ungepflegter Zustand hält sie davon ab, öffentliche Einrichtungen aufzusuchen.

Hier setzt die Arbeit von Organisationen wie MED4HOPE an: „Wir gehen zu die Leute, ja? Das heißt, wir holen sie dort ab, wo sie sind.“ Dieser direkte, unkomplizierte Zugang nimmt den Betroffenen enorme Stressfaktoren ab und ermöglicht es, medizinische Hilfe dort anzubieten, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Die unschätzbare Rolle von Peers in der Straßenmedizin

Die Zusammenarbeit mit Peers wie Robert Vilis ist für die Straßenmedizin von unschätzbarem Wert. „Wir bringen einmal die Erfahrung aus der eigenen Situation mit. Das heißt, die weiß, wie es denen geht“, erklärt Robert. Peers sprechen die gleiche Sprache, kommen „von der Straße“ und können so Vertrauen aufbauen, wo andere scheitern. Dieses Vertrauen ist der Schlüssel, um Menschen zu erreichen, die oft misstrauisch gegenüber Hilfsangeboten sind.

Roberts Wunsch ist es, dass Peers wie er eine Vollzeitbeschäftigung in der Straßenmedizin finden, da ihre Expertise Gold wert ist und sich in der Wohnungslosenhilfe bereits bewährt hat. Es braucht Zeit und Annäherung, um eine Beziehung zu den Klienten aufzubauen, und Peers sind dafür prädestiniert.

Roberts Weisheiten im Umgang mit Obdachlosen

Für den Umgang mit Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, gibt Robert drei zentrale Ratschläge:

  • Ehrlichkeit: Sagen, was Sache ist, und nicht schulmeistern. Die meisten wissen, was bei ihnen falsch läuft, und brauchen Bestärkung, nicht Belehrung.
  • Menschlich bleiben: Das Gegenüber als Mensch betrachten, nicht als „Obdachlosen“. Gerade in der Medizin sollte es keinen Unterschied machen, ob jemand Millionär ist oder auf der Parkbank geschlafen hat – die Betreuung sollte dieselbe sein.

Dieser Traum von einer gleichberechtigten medizinischen Versorgung, frei von Vorurteilen, ist die treibende Kraft hinter der Arbeit von MED4HOPE und den engagierten Peers.

Ihre Spende macht den Unterschied – Helfen Sie MED4HOPE!

Die Geschichten wie die von Robert Vilis zeigen eindringlich, wie wichtig direkte, menschliche und vorurteilsfreie Hilfe ist. MED4HOPE leistet diese lebensrettende Arbeit täglich, um Menschen in den schwierigsten Situationen medizinisch zu versorgen und ihnen eine Perspektive zu geben. Alle Mitwirkenden, einschließlich der engagierten Peers, arbeiten ehrenamtlich, sodass Ihre Spende direkt dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird.

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